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Neuigkeiten aus dem Ort 14.10.2009, Zeuthen,
14.10.2009 Kategorie: Kommune 
geschrieben von: Joe am 01.12.2009, 21:34 Uhr    
14.10.2009:  

Kommentar des Monats - Artikel aus Zeitschrift "Am Zeuthener See" / 14.10.09 / Nummer 9 / Seite 3

Liebe Kommentarfreunde,

der große Wahltag des Jahres 2009 liegt nun hinter uns. Während der Vorbereitung wurden wir mit Wahlflyern überschwemmt, so dass der normale Bürger leicht irritiert die ständig genannten Vorstellungen und Absichten bei fast allen Bewerbern wiederfand – mit einzelnen differierenden Schwerpunkten.

Jetzt, einen Tag nach dem Wahltag, kann ich natürlich nur meine unmaßgebliche Meinung niederschreiben. Es werden sich aber bestimmt genügend maßgebliche Leute äußern. Nun liegt der Wahltag wirklich hinter uns. Fünf Kreuze waren erforderlich, und das Ergebnis zeigte, dass wohl die Zeit der „großen Volksparteien“ vorbei ist, denn beide mussten bittere Verluste hinnehmen. Uns Wählern bleibt eigentlich nur die Hoffnung, dass die sozialen Probleme (Arbeitslosigkeit, Gesundheitspolitik, Armutsentwicklung, kriegerische Abenteuer, Bildungsfragen) nicht in Vergessenheit geraten vor den finanz- und weltpolitischen Hersausforderungen.

Für uns in Zeuthen wurde für den Wechsel gestimmt, denn Frau Beate Burgschweiger ist die zweite Frau (nach Johanna Behrens 1957 – 1960), der es gelungen ist, den Bürgermeisterstuhl von Zeuthen zu erringen. Ich wünsche ihr viel Kraft und Erfolg für die umfangreichen Aufgaben bei der Leitung unserer Gemeinde.

Vor dem Wahltag gab es einige Ereignisse, die mich sehr bewegten. Ein Mann mit Courage wird auf einem Bahnsteig von Jugendlichen zu Tode geprügelt. Was in den Köpfen dieser gewaltbereiten Jungen vorgeht, ist mit normalem Denken gar nicht zu fassen. Und dass der Mann keine Unterstützung und Hilfe fand, ist beschämend. So kann ich heute froh sein, dass ich vor einiger Zeit nicht allein gegen Randalierer anging. Nun wird nach schärferen Gesetzen gerufen. Ich bin der Meinung, daran liegt es nicht, man muss die Möglichkeiten für solche Exzesse einschränken. Da ist es in erster Linie der erzieherische Einfluss der Eltern und der Schule. Überwachungskameras an Bahnsteigen? Wenn Jugendliche Laternenpfähle umknicken, müssen Kameras schon sehr versteckt angebracht sein, um sie vor Zerstörung zu sichern. Sicher besser ist, eine verstärkte Polizeipräsenz zu schaffen, was den Stopp des Personalabbaus bedingt. Und für Bahnhöfe wäre es angebracht, all das „Aufsichtspersonal“ der früheren Jahre wieder zu schaffen, das nicht nur fachgerecht beraten, sondern auch notfalls eingreifen kann – und auch Zerstörungen (von Anlagen!) verhindern könnte. Vielleicht sollte einmal ausgerechnet werden, wie viel Arbeitsplätze dadurch geschaffen werden.

Wie wichtig solche Sicherheitskräfte sind, hat sich bei dem AmokAmoklauf in Ansbach deutlich gezeigt, wo durch schnelles, beherztes Eingreifen größeres Unheil verhindert werden konnte.

Und noch ein Gedanke zur Krankenhausproblematik: Solange Krankenhäuser privatisiert sind und profitorientiert arbeiten müssen, ist es nicht verwunderlich, wenn um - möglichst lohnende – Patienten auch bei Ärzten geworben wird.

Nun aber genug. Kommen wir auf Zeuthen zurück. Der China-Garten am Zeuthener See hat seine Tore geöffnet. Es ist ein schönes eindrucksvolles Stück Zeuthen geworden, das aus der ehemaligen Feuerluke eine sehenswerte Anlage bietet. Wie ich beobachten konnte, finden sich zahlreiche Besucher und Fahrradfahrer ein, um sich an dem schön gestalteten Seegrundstück und an der herrlichen Aussicht zu erfreuen. Die Erläuterung des Gartens und der Symbolik wird auf Tafeln noch erfolgen.

Die Badesaison hat ihr Ende gefunden. Genug Wärme hat es gegeben, nun könnte auch einmal der Regen unseren Grundwasserspiegel wieder ansteigen lassen.

Aber auch die Eltern der Kita haben Solidarität bewiesen, als sie eine Familie nach schwerem Verlust tatkräftig unterstützten.

Die Organisatoren der 2. Zeuthener Meile in der Miersdorfer Chaussee konnten zufrieden mit der Beteiligung und den Umsätzen sein.

Diesmal setze ich ein Herbstgedicht an den Schluss meines Kommentars. Es ist von Friedrich Rückert (1788 – 1866) und trägt den Titel „Herbsthauch“.

Ihr Hans-Georg Schrader

Herz, nun so alt und noch immer nicht klug,
Hoffst du von Tagen zu Tagen,
Was dir der blühende Frühling nicht trug,
Werde der Herbst dir noch tragen.

Lässt doch der spielende Wind nicht vom Strauch,
Immer zu schmeicheln, zu kosen.
Rosen entfaltet am Morgen sein Hauch,
Abends verstreut er die Rosen.

Lässt doch der spielende Wind nicht vom Strauch,
Bis er ihn völlig gelichtet.
Alles, o Herz, ist ein Wind und ein Hauch,
Was wir geliebt und gedichtet.
Quelle: Dokumente der komm.Verwaltung: Verlag und Gemeinde Zeuthen (Hrgb.), Am Zeuthener See,,   


14.10.2009 | Benutzeranmeldung | 0 Kommentare
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