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Neuigkeiten aus dem Ort 05.08.2009, Zeuthen,
05.08.2009 Kategorie: Kommune 
geschrieben von: Joe am 22.11.2009, 23:59 Uhr   , (aus sicherer Quelle)  
05.08.2009:  

Kommentar des Monats - Artikel aus Zeitschrift "Am Zeuthener See" Nr. 7 - 05.08.2009, Seite 3

Liebe Kommentarfreunde,

die letzten Wochen erwiesen sich als bemerkenswert, weil die Stimmungslage, die ja eigentlich auf Wahlvorbereitung und Wahlversprechungen eingestellt war, durch eininternationales Ereigniss beeinflusst wurde.

Der Kurzbesuch des Präsidenten der USA, Barack Obama, der auch einen Aufenthalt im KZ Buchenwald zum Inhalt hatte, beeindruckte mich sehr, denn bisher wurde dieser Wunsch von anderen Staatsmännern nicht geäußert. Dabei gibt der Schwur der Häftlinge von Buchenwald für uns auch heute noch viel Stoff zum Nachdenken; denn sie forderten „die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln und den Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit“. Daran wurde ich erinnert, als ich den Prozess des faschistoiden Verhaltens Jugendlicher verfolgte, deren Gedankengut sich wohl nicht in ihren Köpfen gebildet hat. Wie sagte Brecht: „Der Schoß ist fruchtbar noch!“

Nun komme ich aber auf unseren Ort zurück. Der Paul-Dessau-Chor stellte im Sommerkonzert mit seinem vielseitigen Programm nicht nur sein Können unter Beweis, sondern verstand es auch, die Konzertbesucher zu begeistern. Ich kenne den Chor schon Jahrzehnte und staune immer wieder, wie er seine hohe Qualität mit dem Jahrgangs bedingten Wechseln der Chormitglieder immer wieder beweist.

Ich beglückwünsche auch die Abiturienten und wünsche ihnen, dass sie die Verbindung zu ihrer Schule auch künftig pflegen.

Mit großem Interesse habe ich die Ausstellung des Zeuthener Malers Peter Rusza in der Gemeindebibliothek besucht. Er stellt hier seine Fähigkeit auf vielseitigen Gebieten aus: von den Zeichnungen, der Pastell- und Ölmalerei, der Grafik bis zu den Kollagen.

Manche Ausstellungsstücke reizten zu einer Auseinandersetzung, z. B. wenn der Titel kaum im Bild wieder zu finden war oder wenn Versuche ohne bestimmten Titel gezeigt wurden. Ich wünsche dem Künstler weiter Erfolg in seinem Schaffen.

Unser DESY Zeuthen hat seinen traditionellen Tag der offenen Tür durchgeführt. Für den nicht vorbelasteten Besucher eröffnet sich eine Welt des Kleinen und Großen, die eigentlich nicht vorstellbar ist. Man kann nur ahnen, wie viel menschlicher Geist hinter diesen Erkenntnissen und deren Auswertung und Verarbeitung steckt. Die Organisation war wieder für die Besucher hervorragend, dafür sei allen Beteiligten gedankt.

Anscheinend hat Zeuthen mit seinem Straßenbau manchmal Pech. Ich nutzte die Straße der Freiheit – oder besser wollte sie nutzen - , um zur Großen Zeuthener Allee zu gelangen und stand plötzlich auf gesplittetem Teer, einige Tage vorher war sie aber in tadellosem Zustand. Hier muss also gepfuscht worden sein, inzwischen ist die Straße aber wieder befahrbar.. Ich wurde an die Waldpromenade erinnert, die man vor Jahren mit einem „neuen“ weißen Belag versah, der sich nicht verfestigte, sondern einen staubigen weißen Film über Häuser, Gärten und Autos deckte.

Heute ist nun die südliche Waldpromenade in einladendem und ausgeleuchtetem Zustand fertiggestellt.

Zum Schluss muss ich doch noch zum Wetter der vergangnen Wochen einige Worte verlieren. Wir hatten in Zeuthen extreme Wetterkapriolen (in Nachbarorten soll es aber noch schlimmer gewesen sein), die sich in kräftigen Gewittern, in Starkregen und Überschwemmungen zeigten. Unser Wasserstandsanzeiger meldete in einer Stunde erst 23, am zweiten Tag 37 Liter pro Quadratmeter. Dann erreichten die Temperaturen die 30 Grad Grenze. So etwas bedeutet ein Wechselbad der Gefühle und für den Kreislauf eine große Belastung. Eine solche Stimmung schildert und Detlev von Liliencron in seinen „Heidebildern“, ich wünsche uns allen einen konstanteren Sommer.

Ihr Hans-Georg Schrader

Die Mittagssonne brütet auf der Heide,
Im Süden droht ein schwarzer Ring.
Verdurstet hängt das magere Getreide,
Behaglich treibt der Schmetterling.

Ermattet ruhn der Hirt und seine Schafe,
Die Ente träumt im Binsenkraut,
Die Ringelnatter sonnt in trägem Schlafe
Unregbar ihre Tigerhaut.

Im Zickzack zuckt ein Blitz, und Wasserfluten
Entstürzen gierig dunklem Zelt.
Es jauchzt der Sturm und peitscht mit seinen Ruten
Erlösend meine Heidewelt.

Quelle: Dokumente der komm.Verwaltung: Verlag und Gemeinde Zeuthen (Hrgb.), Am Zeuthener See,,   


05.08.2009 | Benutzeranmeldung | 0 Kommentare
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