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Neuigkeiten aus dem Ort 08.07.2009, Zeuthen,
08.07.2009 Kategorie: Kommune 
geschrieben von: Joe am 22.11.2009, 23:48 Uhr   , (aus sicherer Quelle)  
08.07.2009:  

Kommentar des Monats - Artikel aus Zeitschrift "Am Zeuthener See" Nr. 6 - 08.07.2009, Seite 3

Liebe Kommentarfreunde,

der erst richtige Sommermonat kommt mit diesem Amtsblatt zu Ihnen. Wie wünschen wir uns diesen Juli? Wenn er allen Wünschen entsprechen soll, dann viel Sonne – und viel Regen, der möglichst in den frühen Nachtstunden fallen müsste, damit der nächste Tag freundlich beginnt. So wird es sicher nicht sein, aber er könnte doch wenigstens die Stimmung etwas aufbessern nach den anstrengenden vergangenen Monaten, in denen uns die Politik so manch grüblerische Falte in unser Gesicht geprägt hat. Wie da über Milliarden Euro verhandelt wurde, machte uns schon schwindlig, wie dort Misswirtschaft und Schludrigkeit finanziell staatlich gestützt wird, wo Milliardäre plötzlich keine Millionen mehr haben, das kann einen schon nachdenklich stimmen.

Und dann die Enttäuschung bei der Europawahl. Ich bin zwar der Meinung, dass die stürmische Aufnahme neuer Mitglieder etwas voreilig war, dass eine europäische Verfassung durch ein Plebiszit erfolgen muss – so wie sich das deutsche Volk auch eine Verfassung durch Volksabstimmung geben sollte -, aber die europäische Einheit ist für mich unabdingbar, um endgültig einen Strich unter das martialische Verhalten der Vergangenheit zu ziehen (mit Zypern wir es wohl auch noch gelingen). Wenn wir uns dann noch aus den kriegerischen Auseinandersetzungen anderer Nationen heraushalten und uns nicht in ihre Angelegenheiten einmischen, erfüllen wir wohl endlich die Worte der sieben Friedensgesinnungen von Johann Gottfried Herders „Briefen zur Beförderung der Humanität“ aus dem Jahr 1793. „Der Krieg, … ist ein unmenschliches, ärger als tierisches Beginnen, indem er nicht nur die Nation, die er angreift, unschuldigerweise Mord und Verwüstung androht, sondern auch die Nation, die ihn führt, ebenso unverdient als schrecklich hinopfert. Kann es einen abscheulicheren Anblick für ein höheres Wesen geben als zwei einander gegenüberstehenden Menschenheere, die unbeleidigt einander morden? Und das Gefolge des Krieges, schrecklicher als er selbst, sind Krankheiten, Lazarette, Hunger, Pest, Raub, Gewalttat, Verödung der Länder, Verwilderung der Sitten auf lange Geschlechter. … Immer mehr muss sich die falsche Staatskunst entlarven, die das Glück in Erweiterung der Grenzen, in Erjagung und Erhaschung fremder Provinzen, in vermehrte Einkünfte, schlaue Unterhandlungen, in willkürliche Macht, List und Betrug setzt.

Wenn, wie ich fast glaube, ein ewiger Friede förmlich erst am jüngsten Tage geschlossen werden wird, so ist dennoch kein Grundsatz, kein Tropfen Öl vergebens, der dazu auch nur in weiter Ferne vorbereitet.“

Liebe Leser, entschuldigen Sie diese Auszüge aus den „sieben Gesinnungen“, sie liegen mir aber aus eigener Erfahrung sehr am Herzen, und ich wünsche mir, wir würden häufiger diese Worte Herders beherzigen. Nun muss ich aber noch zu Zeuthen kommen, und da bieten sich in den Sommermonaten zahlreiche kulturelle und sportliche Höhepunkte.

Der Terminkalender bietet für jeden Geschmack etwas, nicht nur kulinarisch, sondern auch sportliche und geistig anspruchsvolle Programme. Hier seien einige aufgezählt – ich wünsche viel Freude. Das Fischerfest hatte in diesem Jahr mit Petrus zu kämpfen, der immer wieder einmal seine Schleusen öffnete, die trotzdem zahlreichen Gäste ließen sich die Laune aber nicht verderben.

Die Pizza in der Goethestraße bietet polnische Gerichte an, das „Waldidyll“ eine italienische Nacht, das Seehotel widmet sich der klassischen Musik und Frau Schürmann führt eine Modenschau vor.

Erstmals finden Ende Juni Gartentage am Flutgraben/Friesenstraße statt, und der Zeuthener See bevölkert sich durch den ADW und den Yachtclub mit Segelbooten und Kanufahrern.

Die Gemeindebibliothek eröffnet eine Bildergalerie, das Kulturforum gestaltet seine dritte Veranstaltung im Kultur- und Mehrzweckzentrum und DESY-Zeuthen entführt am 5. Juli alle Interessierten in die Welt der Wissenschaft.

Erwähnen möchte ich noch, dass unser Fontaneplatz in nächster Zeit verschönert wird, wenn das Gelände der ehemaligen Wasserschutzpolizei renaturiert wurde.

Nun fehlt vom mir nur noch mein Schlussgedicht. Ich ließ mich von J.G. Herder anregen.

Ihr Hans-Georg Schrader

Der Regenbogen

Schönes Kind der Sonne,
bunter Regenbogen,
über schwarzen Wolken,
mir ein Bild der Hoffnung.

Tausend muntre Farben
Bricht der Strahl der Sonne
In verhüllten Tränen
Über grauer Dämmrung.

Und des weiten Bogens
Feste Säulen stehen
Auf des Horizontes
Sichrem Felsenboden.

Quelle: Dokumente der komm.Verwaltung: Verlag und Gemeinde Zeuthen (Hrgb.), Am Zeuthener See,,   


08.07.2009 | Benutzeranmeldung | 0 Kommentare
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