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Neuigkeiten aus dem Ort 25.03.2009, Zeuthen,
25.03.2009 Kategorie: Kultur 
geschrieben von: Joe am 15.06.2009, 23:35 Uhr   , (aus unsicherer Quelle)  
25.03.2009:  

Neues aus der Martin-Luther-Kirche

Man kommt nur durch die Kirche in den Saal

Ja, was soll das denn heißen? Haben die Bauleute etwa die Tür zum neuen Gemeinde-zentrum vergessen? Oder ist der Neubau doch nur für Insider gedacht? Alles falsch. Diese interessante Überschrift hat mir Pfarrerin Cornelia Mix beim Abschlusstreffen der Arbeitsgruppe Sponsoring „geschenkt“. Und mir gefällt sie so gut, weil sie doppelten Boden hat; einmal das Nahe liegende und zum anderen das Tiefere. Die Grünflächengestaltung und der Zugangsweg können erst im Frühjahr angelegt werden. Danach geht’s direkt in den neuen Anbau. Und der tiefere Sinn der Überschrift gefällt mir auch sehr gut: Will man das neue Gemeindezentrum nutzen, kommt man nicht so ganz an der Kirche vorbei.

Viele Menschen – Gemeindeglieder, Zeuthener Bürger und Gäste – sind während des Einweihungswochenendes durch die Kirche in den Saal gegangen, haben musikalische Höhepunkte erlebt, gute Worte gehört und mit uns gefeiert.

Den ersten Höhepunkt erlebten wir am Sonnabend: ein festliches Konzert stand auf dem Programm. „Festlich“ ist untertrieben, es war genial! Alle Musizierenden sind gebürtige Zeuthener und alle waren als Kinder bei Herrn Warnat – unserem damaligen Kantor - in der musikalischen Frühausbildung. Jetzt sind es virtuose Künstler, einige in renommierten Orchestern engagiert. Sie kamen in „ihre“ Zeuthener Kirche und zu „ihrem“ Kantor um mit ihm die Einweihungsfeierlichkeiten für das neue Gemeindezentrum zu gestalten. Frau Pfarrerin Cornelia Mix zitierte in ihrer Begrüßung aus Psalm 150: „Lobt Gott mit Posaunen, lobt ihn mit Psalter und Harfen! Lobt ihn mit Pauken und Reigen, lobt in mit Saiten und Pfeifen! …lobt ihn mitklingenden Zimbeln!“ Und so war es. Werke alter und neuer Meister, von Telemann bis Ysaye, wurden gekonnt dargeboten. Mit lang anhaltendem Beifall dankten die Zuhörer (die Kirche war fast bis auf den letzten Platz besetzt) zwischen den Musikstücken und erst recht am Ende des Konzertes den Musikern für dieses wunderbare Konzert. Einen Extrabeifall gab es als wir hörten, dass dies eine Benefizkonzert zugunsten der Innenausstattung des Gemeindezentrums war.

Am Sonntag, dem 1.2. war zur Einweihung des Gemeindezentrums geladen. Es kamen so Viele zum Festgottesdienst wie sonst nur am Heiligen Abend. Ein feierlicher Einzug der PfarrerInnen und Kirchenältesten unter den Klängen eines Orgelvorspiels und eine freundliche Begrüßung durch unsere Pfarrerin eröffneten den Gottesdienst. Mit einem Satz aus Psalm 26,8 „Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt“ war der Grund für die festliche Gottesdienststunde gesagt.
Unsere schwedischen Gäste aus der Oskarskirche, Stockholm, waren an der Gottesdienstgestaltung aktiv beteiligt. So wurde der Psalm 100 zweisprachig gebetet und Frau Lundquist Larsson las den Evangeliumstext in der deutschen Übersetzung. Pfarrer Bo Lindberg sprach ein Grußwort undeinen Teil des Fürbittengebetes. Generalsuperintendent Meister betonte in seiner Predigt, dass Räume und Orte, die wir schaffen, die Möglichkeit bieten, uns Gott zu nähern. Offen sein für Überraschungen im Leben ist eine Haltung, die Gott nicht außen vorlässt, sondern Raum für Erfahrungen mit Gott schafft. Der Kantatenchor unter der Leitung von Kantor Christian Finke gab dem Gottesdienst ein festliches Gepräge.

Vor der Schlüsselübergabe dankte Pfarrerin Mix dem Baubeauftragten der Kirchenkreise Neukölln und Zossen, Herrn Dipl.- Ing. Guder und Herrn Reinhold Warnat, dem Vorsitzenden des Bauausschusses der Martin-Luther-Kirche. Großes Engagement, gegenseitiger Respekt und Vertrauen und der Wille das Ziel zu erreichen waren beste Voraussetzungen für das Gelingen dieses Bauvorhabens.
Herr Warnat dankte ausdrücklich den Mitgliedern des Bauausschusses für ihre Arbeit. Der Dank gilt allen, die in irgend einer Weise am Bau beteiligt waren. Die Kinder hatten inzwischen ein Lied eingeübt, in das die gesamte Festgemeinde einstimmte: „Wir sind die Kleinen in der Gemeinde und ohne uns geht gar nichts, ohne uns geht nichts.“ Und weil die Kinder der Gemeinde deren Zukunft sind, bekamen sie den Schlüssel überreicht.
Am Schluss des Festgottesdienstes zogen die Kinder, die PfarrerInnen, Kirchenältesten und wir alle in das neue Gemeindezentrum. Dicht gedrängt staunten alle über den funktionalen und trotzdem schönen und ansprechenden Saal. Ein Blick in die Nebenräume entlockte „Ah’s und Oh’s“. Angestoßen wurde mit Sekt und unter der gekonnten Moderation von Pfarrerin Mix lauschten wir Grußworten und Glückwünschen aus nah und fern.
Sogar Geschenke gab es! Der Zeuthener Bürgermeister, Herr Kubick, überreichte einen Scheck über 5.000,— € für die Innenausstattung. Kerzenständer und Vasen aus schwedischem Glas werden ihren Platz auf dem neuen Altar, der durch ein Vermächtnis eines Zeuthener Bürgers finanziert wird, finden. Inzwischen war das Kuchenbuffet eröffnet, wie immer mit Hausgebackenem. Einfach köstlich!
Herr Dr. Birkhahn zeigte Bilder vom Baugeschehen, es wurde musiziert und gesungen. Eigentlich war das allein schon ein wunderbares Fest. Jedoch, es war noch lange nicht Schluss. In Windeseile wurde der Saal umgeräumt, das Abendbuffet eröffnet, gespeist, gefeiert und erzählt.

Haben Sie es miterlebt, dann werden Sie sich erinnern. Konnten Sie nicht dabei sein, habe ich Ihnen ein wenig von unserem schönen Fest erzählt und vielleicht freuen Sie sich mit uns.

Bereits Pfarrer Thiess stellte vor rund 80 Jahren fest, dass der damalige Konfirmandensaal für die Gemeindearbeit zu klein ist. So viele Jahre später haben wir nun ein schönes neues Gemeindezentrum.

Sie konnten den Bau in meiner Kolumne verfolgen. Ich hoffe, ich habe Sie nicht nur informiert, sondern Ihnen auch Vergnügen beim Lesen bereitet. Mir hat diese Arbeit viel Neues über Bauen gebracht, ich habe mich gern mit den Bauleuten unterhalten und bin für manch positives Echo auf die Kolumne dankbar. Weil der Bau jetzt eingeweiht ist, beende ich die Schreiberei. Nur noch ein Tipp: gehen Sie oft durch die Kirche in den Saal, es wird interessante Angebote geben und Sie werden herzlich begrüßt werden.

Ihre Jutta Sauer
Quelle: Dokumente der komm.Verwaltung: Verlag und Gemeinde Zeuthen (Hrgb.), Am Zeuthener See,, Am Zeuthener See, Nummer 3, Seite 18   


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